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		<title>karriere-medizin.at RSS</title>
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		<description>Die neuesten Nachrichten von karriere-medizin.at</description>
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		<lastBuildDate>Sat, 28 Apr 2012 21:27:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>MedUni Wien und Justizministerium streiten um Geld für Obduktionen</title>
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			<description>Nach dem Wissenschaftsministerium liegt die Medizinische Universität Wien nun im monetären Clinch...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Obduktion einer Leiche kostet in etwa 5.700 Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten für Personal, Räumlichkeiten oder Geräte. Die rund 600 Obduktionen pro Jahr werden derzeit von Fall zu Fall abgerechnet. Die MedUni wünscht sich eine „Obduktionspauschale“, die mit 2.500 Euro unter der Hälfte der bisherigen Kosten liegt. Das Angebot ist deshalb so günstig, weil nicht nur bei der Aufklärung von Kriminalfällen geholfen wird, sondern dabei auch Erkenntnisse für Lehre und Forschungen gewonnen werden.
FOTO: istockphoto]]></content:encoded>
			<category>NEWS</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 21:27:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Buchtipp</title>
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			<description>Hans Tilscher: Auch Ärzte haben Gefühle – Anekdoten aus einem Medizinerleben
120 Seiten; 2011,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Medizin: Das ist zunächst die Theorie des Studiums. Dann ist man plötzlich Arzt und steht seinen Patienten gegenüber, die so ganz anders sind, als man gedacht hat. Und sie brauchen, wollen, fordern. Die Erfahrungen des Arztes, die Menschen, die er trifft, große Arztkollegen, Ärzte als Patienten, Künstler, Politiker, die Guten und die Bösen liefern Stoff für zahlreiche Anekdoten. Wie es war mit den Kollegen, den Mitarbeitern, den geistlichen Schwestern, mit den Einladungen, den Kongressen, dem Privatleben, dem Alkohol und ob der Mediziner tatsächlich musikaffin ist, dies und andere Fakten aus einem Medizinerleben erzählt Prof. Tilscher mit einem Augenzwinkern. Dabei darf neben dem ärztlichen Können eines nicht unterschätzt werden: das Gefühl.<br />Bestellen Sie jetzt auf <link http://www.medizinbuch.at/index.php?id=107&caller=76640-a&usecookie=ja&Aktion=Suchen&KN=29749950 - external-link-new-window "Opens external link in new window">www.medizinbuch.at</link>]]></content:encoded>
			<category>NEWS</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 21:14:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Ärztemangel beschäftigte Vorarlberger Landtag</title>
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			<description>Bereits zum zweiten Mal wurde kürzlich im Vorarlberger Landtag der Ärztemangel thematisiert.</description>
			<content:encoded><![CDATA[SPÖ-Gesundheitssprecherin Gabriele Sprickler-Falschlunger schlug in ihrem Antrag vor, eine gewisse Anzahl an Vorarlberger Medizinstudenten ab dem zweiten Studienabschnitt aus Landesmitteln finanziell zu unterstützen, im Gegenzug sollten sich diese nach Ende ihres Studiums verpflichten, für fünf Jahre an einem Vorarlberger Krankenhaus zu arbeiten.]]></content:encoded>
			<category>NEWS</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 21:13:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Aus- und Weiterbildung </title>
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			<description>Zertifikatslehrgang für „Therapeutisches Klettern“</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im April dieses Jahres fällt mit dem Zertifikatslehrgang <br />für „Therapeutisches Klettern“ an der Tiroler Gesundheitsuniversität UMIT in Hall der Startschuss für ein innovatives und wissenschaftlich fundiertes Ausbildungsangebot. Die Entwicklung des Kletterns vom Extremsport zum Breitensport und die vielen positiven Effekte, die dem Klettern sowohl in psychologischer als auch in physiologischer Hinsicht als Ganzkörpertraining zugeschrieben werden, haben dazu geführt, dass dieser Sport inzwischen in den therapeutischen Bereich – vor allem bei der orthopädischen und neurologischen Rehabilitation – Einzug gehalten hat. Die Inhalte des Zertifikatslehrganges sind breit gefächert und reichen von der Erarbeitung somatischer und psychischer Effekte des Kletterns über die Analyse und Entwicklung der Kletterbewegung und Erstellung von therapeutischen Konzepten bis hin zum Erwerb von sportmedizinischem und sportwissenschaftlichem Basiswissen und zur Verbesserung des klettertechnischen Eigenkönnens. Zielgruppen sind Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Osteopathen, Sportwissenschaftler, Ärzte, Diplomsportlehrer, Psychotherapeuten, Psychologen, Bergführer, Erlebnispädagogen und Absolventen des Lehramtsstudiums Bewegung und Sport. Partner des Zertifikatslehrganges „Therapeutisches Klettern“ sind die Österreichische Gesellschaft für Alpin- und Höhenmedizin (ÖGAHM) und der Österreichische Alpenverein (ÖAV).<br /><b><br />Info, Kontakt und Anmeldung: </b><br /><link http://www.umit.at/academy>www.umit.at/academy</link>, <link klettern@umit.at>klettern@umit.at</link>]]></content:encoded>
			<category>NEWS</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 21:12:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Ihr Recht im Spitalsalltag</title>
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			<description>von Dr. Marco Nademleinsky, Rechtsanwalt in Wien
Teil 1: Das Streikrecht angestellter Ärzte</description>
			<content:encoded><![CDATA[
<h2>Was ist ein Streik?</h2>
Streik ist der planmäßige und zweckgerichtete Entzug der Arbeitskraft durch eine Mehrzahl von Arbeitnehmern. Er ist die schärfste Form des Arbeitskampfes. Man unterscheidet (nach dem Ausmaß der Beteiligung) zwischen Totalstreik und Teilstreik und (nach dem Streikziel) zwischen dem eigentlichen Kampfstreik und dem Protest- oder Demonstrationsstreik bzw. dem kurzfristigen Warnstreik mit dem Ziel, die Kampfbereitschaft zu demonstrieren. Nach dem Urheber bzw. Organisator des Streiks wird der gewerkschaftliche vom nichtgewerkschaftlichen Streik (auch „wilder Streik“) unterschieden.<br />
<h2>Wann ist ein Streik rechtmäßig?</h2>
Bei der rechtlichen Beurteilung von Arbeitskämpfen ist zwischen der kollektiven Gesamtaktion des Arbeitskampfes (Streikbeschluss seitens der Organisatoren) und der individuellen Kampfteilnahme der einzelnen Arbeitnehmer zu unterscheiden. Die rechtliche Beurteilung der Gesamtaktion ist vor allem für die Frage wichtig, ob die Organisatoren für die arbeitskampfbedingten Schäden dem Arbeitgeber schadenersatzrechtlich verantwortlich sind, insbesondere weil Friedenspflichten verletzt wurden. Die Rechtmäßigkeit der Gesamtaktion hat aber keineswegs die individualrechtliche Rechtmäßigkeit der Teilnahme am Arbeitskampf zur Folge (sog. „Trennungstheorie“). Arbeitsvertraglich ist die Teilnahme am Streik ein Vertragsbruch mit der Folge des Entgeltverlusts, des Entlassungsrisikos und des Risikos, Schadenersatz leisten zu müssen. <br />
<h2>Friedenspflicht von Ärztekammern und Betriebsversammlungen?</h2>
Eine besondere Friedenspflicht für Ärztekammern oder die Organe der Kurien der angestellten Ärzte ist der geltenden Rechtslage nicht zu entnehmen. Ein Streik angestellter Ärzte ist daher nicht rechtswidrig, nur weil er von einer Kurie der angestellten Ärzte organisiert wird. Auch wenn eine Betriebsversammlung abgehalten wird, liegt darin grundsätzlich kein Verstoß gegen die betriebsverfassungsrechtliche Friedenspflicht. Nur wenn der Betriebsrat die Betriebsversammlung von vornherein als Streikversammlung einberuft oder sie als solche instrumentalisiert, ist die betriebsverfassungsrechtliche Friedenspflicht verletzt, mit der Folge, dass der Arbeitskampf insgesamt rechtswidrig wird. Eine reine Spitalsärzteversammlung ist aber keinesfalls eine „Betriebsversammlung“. &nbsp;<br />
<h2>Berufsrechtliches Streikverbot?</h2>
Ein berufsrechtliches Streikverbot besteht nicht. Insofern besteht grundsätzlich eine Gleichbehandlung mit sonstigen Arbeitnehmern. Allerdings sind die für Notsituationen geltenden speziellen berufsrechtlichen oder auch strafrechtlich sanktionierten persönlichen Hilfeleistungspflichten in jedem Fall zu beachten. Während des Streiks ist also jedenfalls ein Notdienst sicherzustellen.<br />
<h2>Streikprogramm</h2>
Die Streikerfahrungen in Deutschland haben spezifisch auf angestellte Ärzte ausgerichtete Streikformen hervorgebracht, die vom „Marburger Bund – Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.“ in einer eigenen Streikordnung zusammengefasst wurden. Sie sieht ein Stufenprogramm vor, mit dem ein zunehmender Druck auf die Arbeitgeberseite bewirkt werden soll:
<ul><li>Vermittlung der zu erreichenden Kampfziele in Versammlungen und Demonstrationen;</li><li>„Intensivbehandlung“: besonders intensive Untersuchung und Behandlung der Patienten mit ausführlicher Anamnese und Konsiliartätigkeit;</li><li>„Bleistiftstreik“: Eine Reihe der für die Krankenbehandlung nicht dringend erscheinenden Schreibarbeiten und Nebentätigkeiten wird nicht durchgeführt, um vor allem die Krankenhausverwaltung zu treffen und mehr oder weniger lahmzulegen;</li><li>befristete (stundenweise, tageweise) Warnstreiks, verbunden mit Demonstrationen;</li><li>unbefristete Teilstreiks einzelner Krankenhäuser (oder Abteilungen), wobei die Patienten gebeten werden, sich an andere Krankenhäuser zu wenden;</li><li>unbefristete totale Arbeitsniederlegung.</li></ul>
In allen Fällen muss aber die ärztliche Versorgung in Notfällen gesichert sein. Jeder Gefährdung von Patienten ist vorzubeugen. 
Foto: Fotolia
<b>Info &amp; Kontakt: </b><br /><link http://www.nademleinsky.at>www.nademleinsky.at</link>]]></content:encoded>
			<category>RECHT</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 21:06:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Unzufriedene Ärzte: Zu viel Bürokratie, zu lange Arbeitszeit</title>
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			<description>Eine aktuelle Studie der Österreichischen Gesellschaft für Marketing (OGM) hat ergeben, dass die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Für Ärztekammerpräsident Dr. Walter Dorner ist dabei besonders bedenklich, dass laut Angaben der befragten Jungärzte nur 10 Prozent ihrer Arbeitszeit auf die effektive ärztliche Ausbildung entfällt, 37 Prozent ihrer Zeit verbringen sie mit der Betreuung und Behandlung von Patienten, aber 42 Prozent gehen für Patientendokumentation, Administration und bürokratische Tätigkeiten auf. <br />
<h2>Wenn Beruf keine Berufung ist</h2>
57 Prozent der Jungärzte sind mit den Arbeitszeiten unzufrieden. Das betrifft vor allem die Anzahl der Arbeitsstunden – immerhin 60 Prozent gaben an, im wöchentlichen Durchschnitt mehr als 60 Stunden zu arbeiten. Aber auch die Struktur und die Verteilung der Arbeitszeiten führen zu Unmut, denn mehr als die Hälfte hat zwei Nachtdienste pro Woche, und dazu noch zwei Wochenenddienste pro Monat. „Für viele Kollegen in Ausbildung machen diese Überstunden, Nacht- und Wochenenddienste einen notwendigen Teil ihres Gehalts aus, doch damit gehen auch gesundheitliche Risiken einher, und das bereits in jungen Jahren“, gibt Dorner zu bedenken.<br />Immerhin: 60 Prozent der Jung­ärzte sind trotz aller angesprochenen Mängel mehr oder weniger zuversichtlich, ihr angestrebtes ärztliches Karriereziel zu erreichen. Alarmierend ist aber der Befund bei jenen, die an eine erfolgreiche ärztliche Karriere nicht so recht glauben: Sie gaben in der Befragung an, dass sie aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen nicht wieder den medizinischen Ausbildungsweg eingeschlagen hätten, sondern heute eine andere Ausbildung und einen anderen Berufsweg einschlagen würden. Das sind immerhin 30 Prozent aller befragten Wiener Jungärzte.<br />Stephanie Plefka, eine betroffene Turnusärztin, sieht einen möglichen Grund dafür in den hierarchischen Organisationsstrukturen, die in den meisten Krankenhäusern noch immer vorherrschen. „Es werden einem oft Steine in den Weg gelegt, die es neben den langen Arbeitszeiten und der massiven Administration nicht unbedingt leicht machen, mit der gewünschten medizinische Karriere Erfolg zu haben“, erzählt Plefka aus Erfahrung. Nichtsdestotrotz würde sie jederzeit wieder den Beruf der Ärztin ergreifen. „Ich sehe die Arbeit mehr als Berufung denn als Beruf. Und mir macht das Arbeiten mit Menschen, trotz der vielleicht oft schwierigen Umstände, Spaß.“<br />
<h2>Führungsschwäche evident</h2>
Überwiegend zufrieden sind die Ärzte in Ausbildung mit dem Arbeitsklima und der Kollegialität an ihrer Abteilung, weniger jedoch mit Führung, Aufgaben, Arbeitszielen sowie Leistungsbeurteilung und Feedback. Das liegt vor allem daran, dass zwei von drei Jungärzten angeben, überwiegend mit Aufgaben betraut zu werden, die ihren ärztlichen Ausbildungszielen nur wenig entsprechen.<br />Am positivsten von allen abgefragten Bereichen der Arbeitszufriedenheit wird noch das Thema Gender und Gleichbehandlung gesehen. Weibliche Ärzte werden gleich wie ihre männlichen Kollegen behandelt und ausgebildet, so die mehrheitliche Meinung auch bei den weiblichen Jungärzten. Plefka: „Ob Ärztin oder Arzt – wir müssen als Turnusärzte alle gleich viel arbeiten und leisten und haben damit auch die gleichen Qualifikationen.“ Doch mit Ende der Ausbildung ändere sich diese Gleichstellung schlagartig. „Im ärztlichen Beruf herrschen leider immer noch ungleiche Karrierechancen für Frauen und Männer vor“, weiß Plefka aus ihrer hochschulpolitischen Tätigkeit als ehemalige Gleichbehandlungsreferentin der ÖH Medizin Wien zu berichten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (rh)
<br />
<h1>Hoher Rücklauf bei Befragung</h1>
Beauftragt wurde die Studie zur Arbeitszufriedenheit der Wiener Ärzteschaft von der Ärztekammer. Dazu wurde im Februar 2012 ein Fragebogen an 12.000 Wiener Ärzte versendet. Der Rücklauf war mit 1813 ausgefüllten Fragebögen beachtlich. Die Basis für die wichtigsten Ergebnisse für die Jungärzte in Ausbildung bildeten 374 Interviews.]]></content:encoded>
			<category>CHANCE</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 20:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Publizieren in Journals</title>
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			<description>Open Access soll das Problem der Publikation wissenschaftlicher Texte oder Erkenntnisse auf eine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Teil 2: Open Access Journals – freier Zugang zum Wissen</b>
Die Suche nach neuen, gerechteren und praktikableren Methoden für das wissenschaftliche Publizieren brachte eine Reihe von potenziellen Lösungen hervor, von denen sich eine durchaus ihren Platz in der Landschaft der wissenschaftlichen Publikationen erkämpft hat: Open Access Journals, wissenschaftliche Fachzeitschriften, die dem Leser ohne über den reinen Internetzugang hinausgehende Hürden nach den Prinzipien des Open Access kostenfrei zur Verfügung stehen.<br />Mag. Bruno Bauer ist Leiter der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien und Experte für Open Access (OA). Er kann sich erinnern, wie es dazu kam, dass auch heimische Wissenschaftler Deklarationen für Open Access unterzeichneten. „Werdet Teil der Revolution!“, lautete 2003 der Aufruf des Nobelpreisträgers Harold Vamus, der einen Paradigmenwechsel im wissenschaftlichen Publikationssystem forderte. Schließlich wurden mehrere Deklarationen, wie der Open Letter der Initiative Public Library of Science, die Berliner Erklärung&nbsp; oder die Wiener Erklärung, unterzeichnet. 
<h2>Der goldene Weg</h2>
Als „Goldenen Weg zu Open Access“ bezeichnet man die Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Fachbeitrages als Erstpublikation in einer Open Access-Zeitschrift meist ähnlich einer Publikation in einer konventionellen Zeitschrift, also inklusive Peer Review-Verfahren. Einen Überblick über die bestehenden Open-Access-Zeitschriften bietet das Directory of Open Access Journals (DOAJ). Derzeit sind 7.618 Zeitschriften im DOAJ verzeichnet, davon 39 aus Österreich und davon 16 medizinische. Ein weiterer Indikator für den Erfolg des Goldenen Weges zu Open Access ist die Zahl der Mitgliedschaften bei BioMed Central, dem wichtigsten Open Access Publisher. Hier ist Österreich deutlich besser repräsentiert als im DOAJ.<br />„Eine weitere Möglichkeit für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, ihre Fachbeiträge der internationalen Scientific Community unmittelbar zur Verfügung zu stellen, stellt das Publizieren in sogenannten Hybrid-Zeitschriften dar“, ergänzt Bauer. Dabei handelt es sich um Zeitschriften, die nicht OA bieten, jedoch Autoren die Möglichkeit geben, ihre Artikel „freizukaufen“ und somit Open Access zu stellen. Mittlerweile bieten de facto alle internationalen Großverlage für viele ihrer Journale diese Option an. In der Regel übernehmen die Autoren bzw. Förderungsorganisationen die Gebühren, um Artikel für Leser frei zugänglich zu machen. „Das Hybrid-Modell ist allerdings vor allem in Hinblick auf die kurz- und mittelfristig anfallenden höheren Kosten kritisch zu betrachten“, wendet Bauer ein. Steigende OA-Beiträge in konventionellen Zeitschriften haben in der Regel leider noch nicht zu sinkenden Abonnement- und Lizenzkosten für Bibliotheken geführt, obwohl dies von den jeweiligen Verlagen in Aussicht gestellt worden ist. Zudem ist der Anteil von OA-Beiträgen in Hybridzeitschriften ein sehr geringer.
<h2>Der Grüne Weg</h2>
Als „Grünen Weg zu Open Access“ bezeichnet man die Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Fachbeitrages als Zweitpublikation in einem institutionellen oder fachlichen Repositorium, was von vielen Verlagen unter bestimmten Bedingungen gestattet wird. Über die Copyrightpolitik bzw. die Möglichkeit zur Selbstarchivierung für mehr als 700 Verlage informiert das Verzeichnis SHERPA/RoMEO. Das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) listet die derzeit bestehenden Repositorien auf. Bei auf dem Grünen Weg publizierten Dokumenten handelt es sich häufig um Preprints oder Postprints, wobei nur letztere ein Peer Review-Verfahren inkludieren.<br />Bekenntnisse<br />Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) setzt in seinem Förderprogramm starke Open Access-Akzente: „Als Unterzeichner der ‚Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities’ hat sich der FWF verpflichtet, den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und Forschungsdaten im Internet nachhaltig zu unterstützen und zu propagieren. In diesem Sinn verpflichtet der FWF alle ProjektleiterInnen und ProjektmitarbeiterInnen, ihre Publikationen durch Open Access-Medien im Internet frei zugänglich zu machen. Von der Verpflichtung zur Open Access-Publikation kann nur abgewichen werden, wenn es aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist.“ Auch andere Institutionen wie die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Universität Wien und die Österreichische Universitätenkonferenz verfolgen eine Open Access-Politik.<br />Für Bruno Bauer ist es erfreulich, dass „die Open Access Publishing-Idee – trotz des im Vergleich zum Ausland viele Jahre fehlenden Interesses bzw. der ungenügenden Unterstützung maßgeblicher Entscheidungsträger – auch in Österreich dank der Einzelinitiativen von engagierten Institutionen bzw. Personen verbreitet werden konnte.“ Dennoch könnte Open Access Publishing bisher in Österreich nicht jene Akzeptanz finden, die es in anderen Ländern bereits gefunden hätte.<br />Ass.-Prof. Dr. Georg Pfeiler, Researcher of the Month November 2011 an der MedUni Wien, hält Open Access Journals „an und für sich für ein positives“ Signal, da „man Artikel in voller Länge ohne zusätzliche Kosten lesen kann. Dieser Vorteil kann dem Journal über möglicherweise mehr Zitierungen zu einem besseren Impact Factor verhelfen“. Pfeiler findet, dass die Methode den Autor zur Kasse zu bitten durchaus praktikabel sei. Immerhin ginge es dabei meist um Zeitschriften mit hohem Impact Factor. Zudem seien im Gegenzug die Kosten für die Publikation gering und meist würden sie ohnehin über Forschungsgelder gedeckt. Fraglich sei allerdings, warum manche Journals Gebühren einheben dürfen und andere nicht. Vielleicht könnten hier klare Regelungen helfen.<br />Auch Prof. Paul Kleihues, Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität, hält OAJ grundsätzlich für eine positive Entwicklung. „Es ist ja nicht einzusehen, dass Verlage ein Copyright von Arbeiten beanspruchen, die fast ausschließlich durch Steuermittel finanziert wurden. Allerdings gibt es jetzt Einschränkungen. Die US Regierung verlangt, dass Arbeiten, die durch öffentliche Mittel ermöglicht wurden, innerhalb eines Jahres frei zugänglich sein müssen. Auch OAJ können auf eine Peer Review schwerlich verzichten“, findet der Experte und ergänzt: „Gebühren werden insbesondere von Zeitschriften erhoben, die von Wissenschaftlichen Gesellschaften herausgegeben werden, inklusive Gebühren für Farb-Abbildungen nicht selten in Höhe von bis zu 3.000 US Dollar. Bei sehr guten Zeitschriften nimmt man das gelegentlich in Kauf. Allerdings zahlt nicht der Autor selbst, sondern die Gebühr wird über das Institutsbudget oder aus dem Forschungskredit beglichen. Der Nachteil liegt in erster Linie darin, dass Autoren aus Ländern mit geringem Forschungsetat kaum eine Chance haben.“
<h2>Kostenfragen</h2>
Auch wenn ein radikaler Paradigmenwechsel vonnöten wäre – zumindest vorübergehend ist mit einem relativ großen finanziellen Mehraufwand zu rechnen, solange beide Publikationsmodelle bestehen. Auch die Frage, ob OA-Publikationen nun häufiger zitiert werden und damit den Impact Factor beeinflussen, lässt sich nicht so einfach beantworten. Einen weiteren Kritikpunkt stellt die Frage dar, ob das Geschäftsmodell des zahlenden Autors die Zahl der hoch qualitativen Journale versus jener minderer Qualität beeinflusst.<br />Auch die Selbstarchivierung bleibt nicht frei von Zweifeln. Die Frage nach der Akzeptanz bei den Autoren wird offenbar, wenn Autoren lieber die Verlagsversion zitieren als die selbstarchivierte Vollversion, um das Renommee der etablierten Fachzeitschrift zu lukrieren, wie Bauer anmerkt.<br />Open Access stellt demnach einen guten Lösungsansatz dar, wenngleich angesichts vieler Beteiligter weltweit noch viel zu tun bleibt. &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (bw)
<h1>Gründe für Open Access</h1>
<ul><li>Erhöhte Sichtbarkeit und Zitierhäufigkeit von Dokumenten</li><li>Schneller und kostenloser Zugang zu Informationen</li><li>Gute Auffindbarkeit über Suchmaschinen und Nachweisdienste</li><li>Partizipation an den Vorteilen digitaler Dokumente</li><li>Verbesserung der Informationsversorgung und Ausweg aus der Zeitschriftenkrise</li><li>Förderung der internationalen und interdisziplinären Zusammenarbeit</li><li>Förderung der Forschungseffizienz durch rasche Diskussion von Forschungsergebnissen</li><li>Verbleib der Verwertungsrechte bei der Autorin/beim Autor</li><li>Freier Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen</li><li>Langfristige Verfügbarkeit der Dokumente</li><li>Vorteile in vernetzten, IT-gestützten Arbeitsumgebungen</li><li>Prioritätssicherung</li></ul>
<h2>Vorbehalte gegen Open Access</h2>
<ul><li>Qualitätsvorbehalte</li><li>Fragen der Auffindbarkeit</li><li>Langzeitarchivierung von Dokumenten</li><li>Vorbehalte hinsichtlich der Authentizität der Dokumente</li><li>Rechtliche Vorbehalte</li><li>Finanzierbarkeit des Author-Pays-Modells</li><li>Vorbehalte hinsichtlich Publikationsmittelverteilung und Interessenkonflikten</li><li>Zeitaufwand für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler</li><li>Open Access als Herausforderung für Non-Profit-Verlage</li><li>Keine Auswahl der Zielgruppe von Informationen möglich</li></ul>
Quelle: <link https://open-access.net/ - external-link-new-window "Opens external link in new window">https://open-access.net</link>
<h1>Open Access Tage 2012</h1>
Die 6. Open Access Tage finden vom 26. bis 27. September 2012 an der Universität Wien statt. <br />Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute aus dem Open Access-Bereich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, an Wissenschaftler aller Fachrichtungen, Verlagsvertreter und Unterstützer des wissenschaftlichen Forschungs- und Kommunikationsprozesses an Bibliotheken, Forschungsinstituten und Fördereinrichtungen. Auf der Open Access-Messe können sich Open Access-Projekte, -Verlage, -Zeitschriften und Repositorien vorstellen und verschiedene Dienstleister ihre Aktivitäten im Bereich Open Access präsentieren. <br />Mehr Infos: <link http://open-access.net/ - external-link-new-window "Opens external link in new window">http://open-access.net</link>
<h1>Datenbanken für Open Access Journals</h1>
<ul><li><link http://www.doaj.org>www.doaj.org</link> – Directory of Open Access Journals</li><li><link http://www.plos.org>www.plos.org</link> – Public Library of Science</li><li><link http://www.biomedcentral.com>www.biomedcentral.com</link> – BioMed Central, wichtigster Open Access Publisher</li><li><link http://www.sherpa.ac.uk/romeo/PaidOA.html>www.sherpa.ac.uk/romeo/PaidOA.html</link> – Subverzeichnis der SHERPA/RoMEO-Seite „Publishers with Paid Options for Open Access“: Verlage, die Hybridmodelle anbieten, sowie Informationen zu den anfallenden Gebühren für Publikationen</li><li><link http://www.sherpa.ac.uk/romeo>www.sherpa.ac.uk/romeo</link> – Verzeichnis SHERPA/RoMEO, informiert über Copyrightpolitik und Möglichkeiten zur Selbstarchivierung</li><li><link http://www.opendoar.org>www.opendoar.org</link> – Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR)</li><li><link http://www.eprints.org/openaccess/policysignup>www.eprints.org/openaccess/policysignup</link> – Verzeichnis Open Access Repository Material Archiving Policies (ROARMAP)</li><li><link http://open-access.net/at_de/startseite - external-link-new-window "Opens external link in new window">http://open-access.net/at_de/startseite</link> – Informationsplattform open-access.net – der freie Zugang zu wissenschaftlicher Information</li></ul>
Foto: bildagentur waldhäusl]]></content:encoded>
			<category>WISSEN</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 20:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kind &amp; Karriere: Wie Österreichs Ärztinnen den Spagat schaffen</title>
			<link>http://www.karriere-medizin.at/index.php?id=222&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1378</link>
			<description>OÄ PD Dr. Anette Severing ist Anästhesistin und Notfallmedizinerin in Wiener Neustadt. 
Außerdem...</description>
			<content:encoded><![CDATA[So sehr unsere Gesellschaft auch bemüht ist, Gleichberechtigung eine Selbstverständlichkeit sein zu lassen, gläserne Decken aus dem Weg zu räumen und Frauen jede Tür weit zu öffnen – die erfolgreiche Karrierefrau mit intakter Familie, in der alle glücklich und zufrieden sind, gilt noch immer eher als eierlegende Wollmilchsau als echte Realität. Denn Kompetenz wird unseren Ärztinnen durchaus zugetraut, aber eben nur eine: als Ärztin oder als Mutter. Dabei belegen zahlreiche Beispiele, dass der Spagat durchaus gelingen kann.<br />
<h2>Schwierige Entscheidungen</h2>
Anette Severing entschloss sich spät, erst nach Facharztausbildung und Habilitation, Kinder zu bekommen. „Für mich war das optimal, da ich beruflich etabliert war und alles gut lief“, erzählt die Ärztin, fügt jedoch hinzu: „Allerdings kann ein später Kinderwunsch auch nach hinten losgehen und wenn die biologische Uhr abgelaufen ist, ist das extrem bitter.“ Was der „richtige“ Zeitpunkt für die Familiengründung ist, sei äußerst schwierig zu beantworten. Eine der größten Hürden ist jedenfalls die lange Ausbildungszeit, denn mit Studium, Turnus und Facharztausbildung gehen durchaus an die 15, 16 arbeitsintensive Jahre ins Land. „Die Zeit der Facharztausbildung scheint mir kein optimaler Zeitpunkt zu sein“, meint Severing. Die Ärztin kennt sowohl viel versprechende junge Medizinerinnen, die ihre Ausbildung an den Nagel gehängt haben, als auch Kinder, die regelrecht prüfungstraumatisiert sind – nach dem Motto „Ich werde sicher nie Arzt werden“ –, wenn die Mutter nach der 60-Stunden-Woche auch noch lernen muss. Medizinische Disziplinen, die eine eigene Praxis erlauben, hält Severing für „familienfreundlicher“ als andere. Intensivmedizin oder chirurgische Fächer gehören eher nicht dazu.<br />Erfolgreich als Mutter ...<br />Als die Kinder jeweils acht Monate alt waren, stieg Severing wieder Vollzeit ins Arbeitsleben ein. Wichtigster Faktor im Betreuungskonstrukt: der Partner, der in Väterkarenz ging und zunächst Halbzeit, mittlerweile Teilzeit – 30 Stunden – arbeitet.<br />„Wir leben sehr gleichberechtigt“, freut sich Severing – auch wenn das viele Menschen befremdet. „Und die Kinder profitieren enorm davon.“ Allerdings brauche es für dieses Lebensmodell auch einen selbstbewussten Mann, der die vertauschten Rollen erträgt. Und auch als Mutter ist viel Selbstverständnis gefordert, denn die primäre Erziehungskompetenz geht verloren und die Kinder schreien mitunter eben eher nach dem Papa, um sich trösten zu lassen. Die beiden Kinder besuchen halbtags den Kindergarten und werden ansonsten nicht fremdbetreut. Das soll laut Severing bis zur Schulzeit so bleiben.<br />
<h2>... und als Ärztin</h2>
Neben einem kompromissbereiten Partner ist auch Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers erforderlich, um Betreuungs- und Arbeitsmodelle gut koordinieren zu können. Teilzeitarbeit kam für Severing nicht in Frage, weil „man in der Medizin den Anschluss besonders schnell verliert“. Die Ärztin kann auf die Hilfsbereitschaft von Chef und Kollegen zählen: „Es bemühen sich alle bei der Dienstplangestaltung, dass ich zwei Tage in der Woche frei habe, also arbeite ich nur circa 45 Stunden pro Woche. Das ist wenig im Vergleich zu vielen Kollegen.“ Natürlich macht sich das beim Gehalt bemerkbar, doch irgendwo sind die Abstriche dann eben doch zu finden. Severing merkt jedoch an, dass sie sich im Vergleich zur Generation vor ihr durchaus als privilegiert empfindet, denn die Frauen damals mussten immerhin Kinder und 60 Stundenwochen unter einen Hut bringen. <br />
<h2>Karriereknick vorprogrammiert?</h2>
Funktionierende Modelle existieren also durchaus – auch wenn jeder Fall individueller Organisation bedarf. Dennoch arbeiten sich weniger Frauen als Männer in Top-Positionen vor. „Um Karriere in der allerletzten Konsequenz zu machen, braucht es eine gewisse Persönlichkeitsstruktur und der Wille zur Macht ist bei Frauen nicht immer so ausgeprägt“, ist Severing überzeugt. Außerdem „bilden Frauen einfach keine vernünftigen Netzwerke“. Die Anästhesistin weiß durchaus zu schätzen, dass sie einen Partner hat, der ihr „den Rücken freihält“, denn das ist nicht selbstverständlich. Für Mütter sei es meist höchst schwierig, sich in einem erforderlichen Maße von den Kindern zu lösen, um Karriere zu machen. Männer seien schon alleine aus traditionellen Gründen eher bereit, diesen Preis zu zahlen. Severing kennt einige Mediziner, die imposante Karrieren machen, doch sie reduzieren ihr Privatleben durchwegs auf ein Minimum. Für Frauen scheint dieser Schritt eben doch öfter als für Männer ein zu großer zu sein.<br />
<h2>Neue Muster braucht das Land</h2>
Der Weg zu einer tatsächlichen Gleichberechtigung auf dem medizinischen Karriereweg ist wohl noch ein sehr langer. In Sachen Kinderbetreuung tut sich einiges, auch wenn es noch Lücken zu schließen gilt. Problematisch bleiben nach wie vor häufig die Kindergartenöffnungszeiten und die vielen (Schul-)Ferien, wie auch Severing bestätigt. Ohne familiäre Unterstützung stoßen viele Mütter schnell an die Grenzen des Machbaren. „Andererseits müssen auch wir Frauen uns ändern“, gibt die Ärztin zu. „Wir brauchen viel mehr Selbstbewusstsein und bessere Netzwerke. Und ich glaube, dass wir uns mit der ‚Teilzeitmentalität’ und langen Karenzzeiten auch manchmal selbst ins Bein schießen.“ Das berufliche Selbstbewusstsein gehe viel zu schnell verloren. Für sie selbst ist das optimale Modell gefunden, findet Severing. Sie arbeitet sehr gerne und kann sich nach einem erfüllten Arbeitstag dann zu hundert Prozent den Kindern widmen. Nur der Haushalt gehört manchmal in die Rubrik „Abstriche machen“...<br />Die Zahl der weiblichen Medizinstudenten ist stetig im Steigen begriffen. Langsam, aber sicher nimmt auch die Zahl der Professorinnen, Primaria und leitenden Forscherinnen zu. Mit unverrückbarem Engagement, bewussten Abstrichen, konkreten Zielsetzungen und einer großen Portion Organisationstalent sind Karriere und Familie zu schaffen – was schöne Beispiele wie dieses veranschaulichen –, doch was es im Umfeld braucht, sind keinesfalls Zweifler, sondern diejenigen, die ab und an Rücksicht nehmen, vielleicht manchmal auch helfen und vor allem – verstehen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (BW)

<h1>Frauen in Österreichs Medizin </h1>
Studienjahr 2010/2011: 13.175 Medizin-Studierende, davon 6.601 Frauen und 6.574 Männer<br />Studienabschlüsse Medizin 2008: insgesamt 1.968, davon 1.208 Frauen, 760 Männer<br />Knapp die Hälfte der Spitalsärzteschaft ist weiblich, jedoch ist nur jede Zehnte davon eine Primaria.
Foto: privat]]></content:encoded>
			<category>EMOTION</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 20:14:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Peers in der Psychiatrie</title>
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			<description>Mehr Glaubwürdigkeit, näher am Patienten</description>
			<content:encoded><![CDATA[Selbsthilfegruppen oder die Krisenintervention setzen längst ein, was in der Psychiatrie seit Kurzem mehr Nähe zum Patienten bringen soll: Peers. Diese Menschen bringen selbst Erfahrung und Betroffenheit in einem Thema mit und schaffen damit eine besondere Beziehung zu den Patienten. <br />Peer-Support bezeichnet im Wesentlichen die Unterstützung „durch Gleiche“. In der Psychiatrie werden Peers zunehmend in die fachliche Begleitung beispielsweise von psychotischen Menschen einbezogen. Der wesentliche Effekt liegt auf der Hand: Diese Personen können ihre eigenen Erfahrungen positiv und sinnvoll nutzen – ein Umstand, der&nbsp; von vielen Betroffenen als glaubwürdig und hilfreich angesehen wird. Viele Peers sind bereits in der Fortbildung tätig und qualifizieren sich mit geeigneten Bildungsabschlüssen. Was in Großbritannien, den Niederlanden, Kanada oder den USA schon sehr weit fortgeschritten ist, hält jetzt auch Einzug in den deutschsprachigen Raum.
Peer-Support bietet Austausch mit Menschen, die einen ähnlichen Erfahrungshintergrund aufweisen. Diese Form der Unterstützung kann offen und informell, aber auch sehr strukturiert erfolgen. Gerade im Bereich der Psychiatrie, wo Stigmatisierung und Diskriminierung eine große Rolle spielen, hat die Solidarität unter „Gleichgesinnten“ einen hohen Stellenwert. Schließlich liegt es nahe, dass die Hilfe von Betroffenen realitätsnäher und lösungsorientierter ist als von medizinischen Experten. <br />Noch steht der praktische Einsatz von Peers erst am Anfang, doch zeigt sich bereits eine weitgehende Bestätigung der Forschung, dass professioneller Peer-Support wesentlich zur Verbesserung psychiatrischer Angebote beitragen kann. Ziel weiterer Forschung muss es sein, das eingesetzte Erfahrungswissen auch auf wissenschaftlicher Basis weiter zu analysieren und zu strukturieren. Gleichzeitig ist die Frage zu stellen, wie Peers in ihrer Arbeit unterstützt werden können, etwa durch Supervision. Letztendlich geht es darum, dass aus den Erfahrungen Fähigkeiten werden. ]]></content:encoded>
			<category>NEWS</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 17:34:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>GERIATRIE – Die Medizin der Zukunft</title>
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			<description>Österreichs Bevölkerung wird immer älter. 2030 wird es mehr als 2,6 Millionen über 65-Jährige...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Geriatrie ist die Medizin der Zukunft. Dafür spricht allein die demografische Entwicklung in hochindustrialisierten Ländern wie Österreich. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in den letzten Jahrzehnten rapide gestiegen. 80-jährige Männer haben heute eine Lebenserwartung von fast sieben Jahren, Frauen sogar von achteinhalb, das entspricht einer Steigerung von über 30 bzw. 50 Prozent in den letzten fünf Jahrzehnten. Nach Angaben der Statistik Austria wird bis 2020 der Anteil der über 65-Jährigen in der österreichischen Bevölkerung auf fast 30 Prozent steigen, 2005 war er noch halb so groß.<br />An dieser Entwicklung haben die Fortschritte der modernen Medizin ihren maßgeblichen Anteil. Die Entwicklung stellt aber auch ihrerseits große Herausforderungen an die Medizin. Der Bedarf an Ärzten, die der Herausforderung der medizinischen Versorgung von alten, häufig mehrfach oder chronisch erkrankten Patienten gewachsen sind, ist heute schon entsprechend hoch und wird noch weiter stark steigen.
Eine erste zentrale Herausforderung für die Geriatrie liegt in diesem Zusammenhang in der Überwindung der vorherrschenden und fortschreitenden Spezialisierung der Medizin. Dem gegenüber stellt die Geriatrie ein eng vernetztes, interdisziplinär orientiertes Interventions- und Versorgungssystem mit vielseitigen stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen. Und mit ärztlichen Teamplayern, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, um die meist komplexen medizinischen Probleme alter Menschen – oft noch gepaart mit sozialen, mentalen und seelischen Aspekten – zu lösen. <br />Ziel der Geriatrie muss es sein, es alten Menschen zu ermöglichen, so lange wie möglich so selbstbestimmt wie möglich leben zu können – durch Prävention, durch Diagnose und Therapie, durch Pflege und Begleitung. Es geht um Autonomie für die Patienten. Um dieses hohe Ziel zu erreichen, musste sich aber auch die Geriatrie als medizinisches Fach erst Autonomie erarbeiten bzw. ist gerade dabei, dies zu tun, sagt die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (ÖGGG), Prim. Dr. Katharina Pils: „Die Geriatrie war über viele Jahre ein Anhängsel und eine nicht sehr wertgeschätzte Spezialität der Medizin. Sie wurde stark mit Pflegeheim und dem ‚letzten Weg‘ der Medizin assoziiert. Wenn es also um die Geriatrie geht, steht Autonomie für ein selbstbewusstes Fachwissen, das sich vernetzend über alle Zugangsfächer legt.“<br />
<h2>Additivfach</h2>
Ein wichtiger Schritt nach vorne in der Entwicklung war die Etablierung des Additivfaches Geriatrie mit Juli 2011. Allgemeinmediziner und Fachärzte bestimmter Fachrichtungen – Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Physikalische Medizin und Remobilisation – können seither das Additivfach Geriatrie erwerben, indem sie eine umfassende, drei Jahre dauernde Ausbildung absolvieren.<br />Österreich habe damit „im geriatrischen Bereich endlich den Anschluss an Resteuropa geschafft“, sagt Dr. Michael Lang, Präsident der Ärztekammer Burgenland und Leiter des Referats für Geriatrie. Wichtig sei vor allem die fächerübergreifende Schulung. So werden die Teilnehmer mehrere Monate in den Sonderfächern Psychiatrie, Neurologie, Physikalische Medizin bzw. Allgemeine Rehabilitation sowie einem Sonderfach nach Wahl ausgebildet.<br />Auch ÖGGG-Präsidentin Pils begrüßt den Schritt und hebt vor allem die Möglichkeit für Allgemeinmediziner hervor, erstmals überhaupt ein Additivfach erwerben zu können und spricht von einer „Revolution“. Für die Geriatrie sei das umso wichtiger, als „die Hausärzte ja die Geriater der ersten Linie sind“. Langfristig strebt Pils jedoch eine eigene Facharzt­ausbildung für Geriatrie an.<br />Für Mediziner, die bereits eine zumindest dreijährige Betreuung geriatrischer Patienten nachweisen können und das ÖÄK-Diplom Geriatrie absolviert haben, gibt es derzeit eine interessante Übergangsbestimmung. Sie können das Additivfach Geriatrie beantragen, ohne die drei Jahre dauernde Ausbildung absolviert zu haben. 180 Ärzte haben das bisher schon getan. Pils geht davon aus, dass es bis Ende des Jahres über 1.000 sein werden. Diese werden auch dringend gebraucht, um dann im Rahmen des Additivfaches selbst ausbilden zu können.<br />
<h2>Lehrstuhl</h2>
Apropos Ausbildung: Langfristiges Ziel der Fachgesellschaft ist es, die Geriatrie als kontinuierliches Modul in der Ausbildung von Studenten und Turnusärzten zu etablieren und österreichweite Standards zu entwickeln, sagt Pils. Neben dem Aufbau eines engen Netzwerkes an den bereits erwähnten Ausbildungsverantwortlichen müsse besonders darauf geachtet werden, dass „die heute sehr guten Personalstandards in den Abteilungen für Akutgeriatrie und Remobilisation in Österreich zumindest gehalten, wenn nicht noch etwas ausgebaut werden können.“<br />Im Dezember 2011 wurde an der Meduni Graz – und damit erstmals an einer öffentlichen Universität – eine eigene Professur für Geriatrie eingerichtet. Inhaberin der Professur ist die Grazer Internistin und Fachärztin für Angiologie sowie&nbsp; Absolventin der „European Academy of Aging“, Dr. Regina Roller-Wirnsberger. Auch die MedUni Wien soll in naher Zukunft einen eigenen Geriatrie-Lehrstuhl bekommen. Bislang gab es landesweit nur an der Paracelsus Medizinischen Privat­universität Salzburg einen solchen.<br />
<h2>Lohnende Aufgabe</h2>
Die Frage, welche Eigenschaften Geriater für ihre Arbeit mit alten Menschen unbedingt mitbringen sollten, beantwortet Pils so: „Grundsätzlich braucht es eine gewisse Basisneugierde gepaart mit Offenheit und hoher Wertschätzung im Umgang mit Menschen, vielleicht auch ein bisschen mehr Geduld. Dafür gebe es aber im Gegenzug ein Mehr an „intellektueller Freiheit. EBM (Anm.: evidence based medicine) im Hinterkopf zu haben, daraus aber personalisierte Medizin zu machen, ist sehr herausfordernd und spannend.“ <br />Zudem seien geriatrische Patienten nicht nur mit großer Würde ausgestattet, sondern in der Regel auch sehr paktfähig, sagt Pils: „Sie wissen meist gut Bescheid, wie es um sie steht und beteiligen sich aktiv an der Therapie, kämpfen um ihre Chance. Diesen Menschen ein guter und meist über viele Jahre ein vertrauter Partner zu sein, lohnt sich.“&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (VW)
<h1>Qualitätsstandards &amp; unabhängige Forschung</h1>
<br />ÖGGG-Präsidentin Prim. Dr. Katharina Pils hat noch viele Baustellen zu bearbeiten. Ihre Wünsche sind entsprechend ambitioniert:
<ul><li>Bisher gibt es erst in sechs Bundesländern Abteilungen für Akutgeriatrie: „Höchste Zeit, dass sich auch die drei verbleibenden dazu bekennen.“</li><li>Eine Art von Qualitätssiegel für gewisse Standards in Therapie und Ausbildung: „Wir haben ein bisschen Sorge, dass diesem hochkomplexen Fach nicht die entsprechende Wertschätzung entgegengebracht wird.“</li><li>Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Akutgeriatrie flächendeckend: „Bisher gibt es solche nur in Wien, Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark.“</li><li>Lehrstühle besetzen, die aktuell noch nicht besetzt sind: „Ich meine Lehrstühle und nicht Leerstühle. Dazu muss man auch entsprechende Strukturen dahinterlegen.“</li><li>Endlich auch in Österreich eine unabhängige Forschung für alte Menschen: „Deutschland hat sich zum Beispiel für eine gigantische Demenz-Studie entschieden, Österreich fördert leider keine pharmaunabhängige Forschung im Bereich der Versorgung und medizinischen Betreuung alter und hochbetagter Menschen.“ </li></ul>
Informationen zur Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie unter <link http://www.geriatrie-online.at>www.geriatrie-online.at</link>
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			<category>CHANCE</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 17:27:00 +0100</pubDate>
			
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