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Diener zweier Herren

Prim. Prof. Dr. Boris Todoroff, Leiter der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie im St. Josef Krankenhaus Wien, hat für die beiden kommenden Jahre die Präsidentschaft der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC) übernommen.


Prim. Prof. (DCM) Dr. Boris Todoroff, Leiter der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie im St. Josef Krankenhaus Wien und neuer Präsident der ÖGPÄRC

In der ÖGPÄRC, der wissenschaftlichen Vereinigung und Standesvertretung der Fachärzte für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, ist Prim. Prof. (DMC) Dr. Boris Todoroff längst kein Unbekannter mehr. Seit fast zwei Jahrzehnten engagiert er sich als gewählter Bundesfachgruppensprecher für die Plastische Chirurgie in der Ärztekammer und ist durch diese Funktion Vorstandsmitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft. Nachdem er bereits im September 2016 von den Mitgliedern der Gesellschaft zum Vizepräsidenten gewählt worden war, begann nun im Rahmen der 54. Jahrestagung seine für zwei Jahre dauernde Präsidentschaft. In dieser Funktion ist es ihm ein großes Anliegen, die „bestehende Harmonie“ in der wissenschaftlichen Gesellschaft weiterzuführen.

?Was sind aktuell die großen Herausforderungen Ihres Faches?
Die größte Herausforderung ist nach wie vor die Dualität zwischen der ästhetischen und der rekonstruktiven Chirurgie. In der Ausbildung wird natürlich beides vermittelt, aber sobald man Facharzt ist, findet man sich dann meist an einem Scheideweg und muss sich für einen der beiden „Teile“ entscheiden. Das hängt auch sehr direkt mit dem weiteren Karriereweg zusammen, denn die ästhetischen Chirurgen finden sich eher in der Niederlassung wieder, die rekonstruktiven hingegen im Spital.

?Wäre eine Teilung sinnvoll?
Das Fach lässt sich nicht teilen, denn für mich hat ein rekonstruktiver plastischer Chirurg auch nur gut gearbeitet, wenn die Optik passt. Und für die ästhetisch-plastische Chirurgie ist es unabdingbar, auch eventuell auftretende Komplikationen zu beherrschen. Wir haben es auch im Gegensatz zu den deutschen Kollegen geschafft, immer noch eine gemeinsame Fachgesellschaft zu haben, das finde ich sehr wichtig und werte es als großen Erfolg, zumal es ja viele Fächer gibt, die auch gerne einen Teil der plastischen Chirurgie für sich beanspruchen.

?Sie wollen als Präsident „erster Diener“ in der Fachgesellschaft sein. Welche Pläne haben Sie konkret als Präsident?
Ja, ich sehe mich nicht in einer uneingeschränkten Führungsrolle, sondern eben als erster Diener der Gesellschaft, um sie nach außen zu repräsentieren. Eine wichtige Aufgabe des Präsidenten ist auch die Organisation der Jahrestagung, die wir 2018 erstmalig in Südtirol abhalten werden. Das wohl mehrdeutige Thema heißt demnach „Grenzen überschreiten“, was in unserem Fach wissenschaftlich auch oft der Fall ist.

?Was bedeutet diese Aufgabe für Sie persönlich in Ihrem „Karriereplan“?
Die Herausforderungen nehmen sicher zu, zum Beispiel mit der neuen Gesetzgebung, den Versicherungsfragen, neuen Medien oder der neuen Ausbildungsordnung. Trotz der Themenvielfalt ist es mir wichtig, sachlich und ruhig zu arbeiten.

?Was würden Sie gerne umsetzen, wenn Sie die Chance hätten, einen Tag Gesundheitsminister zu sein?
Ich würde die Versicherungsstruktur ändern und die ungerechte Geldverteilung zwischen Bund, Land und Gemeinden sowie den Ordenskrankenhäusern. Als Pendant zum Patientenanwalt würde ich einen Ärzteanwalt einrichten.

Tipps für „Newcomer“

  1. Eignen Sie sich möglichst viel Wissen und Fingerfertigkeit an.
  2. Trainieren Sie Ihr räumliches Vorstellungsvermögen.
  3. Machen Sie auch Umwege, aber verlieren Sie Ihr Ziel nicht aus den Augen. Auslandsaufenthalte sind immer eine Bereicherung, vor allem in Form von Hilfsprojekten oder in Dritte-Welt-Länder, wo mit wenig Medizintechnik auch eine hervorragende Medizin gemacht wird.

Zur Person

Nach dem Studium der Humanmedizin in Wien schloss Todoroff 1997 die Facharztausbildung für Plastische Chirurgie ab. Sein beruflicher Werdegang führte ihn unter anderem als leitenden Oberarzt in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg; 2001 übernahm er die Leitung des Departments für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien. Im Juli 2013 übersiedelte er mit der gesamten Abteilung schließlich in das St. Josef Krankenhaus Wien. Dort leistet Todoroff mit seinem Team einen wichtigen Beitrag zur Behandlung von Patienten nach einer Brust- oder Darmkrebsoperation. Todoroff ist Member of the Board am Dubai Medical College und betreibt eigene Praxen in Wien und Palma de Mallorca.


Stationsarzt/Stationsärztin

Evangelisches Krankenhaus Wien; 1180 Wien (zur Ausschreibung)

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diverse Ausschreibungen Fachärzte/Fachärztinnen

Tauernkliniken GmbH; 5700 Zell am See (zur Ausschreibung)

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Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin oder FA für Orthopädie und orthopädische Chirurgie oder FA für Physikalische Medizin und allgemeine Rehabilitation

Klinikum Schallerbacherhof; 4701 Bad Schallerbach [zur Ausschreibung]

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Assistenzärzte und Fachärzte (m/w) für Psychiatrie und Psychotherapie

kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils); D-84416 Taufkirchen (Vils) [zur Ausschreibung]

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Sekundarärztin/ -arzt für die Akutgeraitrie und Remobilisation

Barmherzige Schwestern Ried; 4910 Ried im Innkreis [zur Ausschreibung]

Kooperationspartner