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Gräbt Dr. Google den Ärzten das Wasser ab?

Eine aktuelle Umfrage definiert die Internetpräsenz als wichtigen Erfolgsfaktor für Ärzte.


Eine Online-Umfrage des Market-Instituts, die Ende 2016 im Auftrag von Credoweb.at durchgeführt wurde, zeigt: 93 % der internetaktiven Österreicher ab 18 Jahren nutzen Online-Informationsquellen zum Thema Gesundheit. Zwei von drei Österreichern sind der Meinung, Mediziner mit einem umfassenden Internetauftritt haben bessere Chancen, von Patienten konsultiert zu werden, als Kollegen ohne Website. Je jünger die Befragten, umso wichtiger ist das Internet. Bei der Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen gaben gar 78 % Ärzten mit Webpräsenz den Vorzug.

Mangelnder Service

Doch welchen Eindruck hinterlässt ein Arzt, der sich im Internet präsentiert, auf potenzielle Patienten? 83 % gaben an, dass Ärzte mit umfassendem Internetauftritt leichter zu kontaktieren sind und ihren Patienten damit Zeit sparen. Auf 78 % macht der Internetauftritt des Arztes einen modernen Eindruck, für 76 % wirkt das besonders serviceorientiert, für 73 % patientenorientiert und für nahezu drei von vier Befragten vermittelt ein Arzt mit einem umfassenden Online-Auftritt den Eindruck, wohl am neuesten Stand der Technik zu sein. Bereits jeder Vierte bewertet die Abstinenz als schlechten Patientenservice bzw. 33 % meinen, dass ein Arzt ohne Webauftritt nicht ausreichend auf die Bedürfnisse seiner Patienten eingeht. Für 24 % erwecken „Offline-Ärzte“ den Eindruck, nicht die modernsten Therapien anbieten zu können bzw. überholte Ansichten oder ein weniger umfassendes Angebot als Kollegen zu haben.

Dr. Google räumt ab

Wenn Zusatzinformationen rund um eine Behandlung recherchiert werden, wird das Internet von 40 % einem neuerlichen Arztbesuch vorgezogen. Bei der Suche nach Gesundheitstipps konsultiert nahezu jeder Zweite nicht den Arzt, sondern Dr. Google. Werden Beschwerden für „nicht so schlimm“ gehalten, verzichten 38 % der Teilnehmer auf die Visite beim Arzt. Etwa jeder Dritte befragt das Internet bei einer geplanten Lebensstilveränderung, auf der Suche nach alternativen Heilmethoden, bei kurzzeitigen Beschwerden sowie bei leichten Erkrankungen oder Beschwerden, anstatt einen Arzt aufzusuchen. Immerhin kann für die Hälfte der Befragten das Internet nie einen Arztbesuch ersetzen.
Bei der Frage, welche Informationen online zu finden sein sollten, geht der Trend vermehrt in Richtung detaillierte Information. Neben Basisinformationen wie Ordinationszeiten (89 %), Telefonnummern (84 %), Ordinationsadressen (80 %) sowie Kassenverträgen
(68 %) möchten bereits 58 % der Befragten mehr über eine vorhandene Spezialisierung des Arztes wissen. Für nahezu jeden Zweiten ist die Zufriedenheit anderer Patienten mit dem jeweiligen Arzt relevant und für jeden Dritten ist die Ausbildung bzw. sind mögliche Zusatzausbildungen des Arztes von Interesse.

Gesundheitsverhalten im Netz

Ärzte, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten, zweite Meinungen zu Diagnosen und Therapieansätzen, Präventionstipps und Nebenwirkungen von Medikamenten sind nur einige der Themen, die kontinuierlich online gesucht werden. Auch als Übersetzungsprogramm, um medizinische Befunde besser zu verstehen, muss „Dr. Google“ herhalten. Hauptgründe für die Nutzung sind die Suche nach Informationen über Behandlungsmöglichkeiten und über Erkrankungen, die Patienten selbst haben oder glauben zu haben. Jeder zweite Befragte fühlt sich deutlich besser informiert und auf das Arztgespräch vorbereitet, wenn vorab das WWW konsultiert wird. „Dass der Trend zur Internetnutzung weiter zunimmt, liegt mittlerweile auf der Hand. Damit User aber auch wirklich etwas lernen und ihre persönliche Gesundheitskompetenz verbessern können, müssten sie klar unterscheiden, wer der Absender von Informationen ist und wie sehr diese Informationen der Wahrheit bzw. dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprechen“, betont Unternehmensberater Alexander Riegler, MPH, EMPH, BSc, der auf Gesundheitskompetenzentwicklung spezialisiert ist.

Glauben, was im Web steht?

Im Rahmen der Befragung wurde die Glaubwürdigkeit von Online-Informationen eindeutig kategorisiert: Auf Platz eins der glaubwürdigen Absender von Gesundheitsinformationen liegen Ärzte, die sich nicht nur selbst präsentieren, sondern auf einer Plattform Inhalte zur Verfügung stellen. Hier setzt beispielsweise Credoweb.at an und bietet Ärzten eine einfache und kostenlose Möglichkeit, die Ordination online zu präsentieren, mit potenziellen Patienten in Kontakt zu treten sowie Gesundheitsinformationen zu erstellen und zu teilen. „Mit den bisher einzigartigen Services soll die gesamte heimische Gesundheitsbranche auf einer gemeinsamen Onlineplattform vernetzt werden“, bringt Mag. Nikola Jandric, Head of Client Solutions von Credoweb.at, das umfassende Angebot auf den Punkt. „Wie auf Facebook können Mediziner auf credoweb.at auch posten, sich mit Kollegen austauschen und zweite Meinungen einholen – alles kostenfrei und unbegrenzt.“
Die Inhalte der eigenen Website eines Arztes halten 60 % der Befragten für sehr vertrauenswürdig bzw. vertrauenswürdig. Gleich danach, auf Platz drei, sollen Online-Informationen wissenschaftlich belegt und mittels Studienhinweisen und Referenzen „bewiesen“ werden, um als glaubwürdig zu gelten. Krankenkassen, Ministerien, Patientengruppen und Websites, die jemandem persönlich empfohlen wurden, rangieren erst auf den nachfolgenden Plätzen. Qualitätssiegel sind derzeit nur für 42 % der Befragten ein Beweis dafür, dass sie den Inhalten Glauben schenken können.

Tipps für Ihre Karriere

  1. Ohne Internetauftritt geht es nicht – sorgen Sie für eine nutzerfreundliche und ansprechende Webseite, die auch regelmäßig aktualisiert wird.
  2. Stellen Sie Ihren Patienten Gesundheitsinformationen zur Verfügung.
  3. Zusatzmodule wie eine Online-Terminvergabe schaffen einen Mehrwert für Patienten.

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