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Nachgefragt bei …

... Univ.-Prof. Dr. Heber Ferraz-Leite, Obmann der Österreichischen Gesellschaft für Kunst und Medizin (ÖGKM)


Medizin wird derzeit sehr stark unter dem Ökonomie-Aspekt diskutiert. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung und welchen Stellenwert kann Kunst hier überhaupt haben?
Ich denke, dass der Trend hin zu einer zumutbaren und sinnvollen Arbeitszeit für Ärzte wichtig ist. Ich habe meine Ausbildung zu einer Zeit absolviert, als zehn Tage und Nächte am Stück zu arbeiten keine Seltenheit war. Das birgt aber eine Reihe von Gefahren für Ärzte und für Patienten, daher begrüße ich die aktuellen Entwicklungen schon, denn sie geben den Medizinern auch Raum für Freizeit und für Beschäftigungen außerhalb der ärztlichen Tätigkeit. Das ist wichtig, denn sonst können sie gar nicht zur Kunst finden.

Was für Vorteile bringt Kunst in der Medizin für den Patienten?
Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Kunst als eine weitere Therapieoption gelehrt und eingesetzt wird. So stellen wir sicher, dass die positiven Effekte des künstlerischen Schaffens den Menschen Kraft und mentale Unterstützung bei der Stärkung von Gesundheit und Wohlbefinden geben. Das erfordert aber auch die finanziellen Mittel und die Anerkennung der Ausbildung. Derzeit gibt es kaum Arbeitsplätze für Fachärzte, die Kunsttherapie anbieten. Es gibt Länder in Europa, aber auch in den USA, wo Kunst im Medizinstudium unterrichtet wird.

Wie setzen Sie persönlich Kunst in der Therapie ein?
Es gibt Evidenz, dass die Beschäftigung mit kreativen Themen auch die Fähigkeit zur Diagnosestellung verbessert. Die Erklärung ist einfach: Wer die Natur beobachtet, aufmerksam ist und Neues auf sich wirken lässt, ohne zu bewerten, der öffnet seine Gedanken auch bei der Erstellung von Diagnosen und erlaubt sich, mitunter über eingefahrene Wege hinaus zu überlegen. Aber auch das Assoziieren und das Erkennen von Zusammenhängen fällt künstlerisch tätigen Medizinern oft leichter. Ich selbst erlebe immer wieder die Unzufriedenheit von Patienten, wenn Ärzte zu wenig Zeit im Gespräch aufbringen können. Kunst bietet die Chance, einen neuen Weg der Kommunikation zu eröffnen. So bitte ich etwa Patienten mit chronischen Schmerzen, ihre Erkrankung visuell dazustellen und sich auf diesem Weg damit auseinanderzusetzen. Das geht zum Beispiel bei Kindern oder alten Menschen sehr gut. Ich spreche aber auch mit Patienten, vor allem wenn es um lebensbedrohliche Erkrankungen geht, nicht nur über die Probleme und Schwierigkeiten, sondern auch über Kunst, um eine positive Stimmung zu erzeugen.

Wie sehen Sie die Chancen, in Österreich das Thema zu etablieren?
Österreich hat eine lange Tradition in der Verbindung von Kunst und Medizin. Viele Koryphäen der Medizin waren auch bekannte Künstler, Billroth zum Beispiel. Aber auch aktuell gibt es eine Reihe von Ärzten, die gemeinsam Musik machen, schreiben oder Theater spielen. Das Potenzial ist durchaus vorhanden!


Fachärztinnen/Fachärzte (Wahlarztordination)

Flughafen Wien [zur Ausschreibung]

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Oberärztin / Oberarzt für Kinder- und Jugendmedizin mit der Option der Übernahme der Postiion 1. OA im Zuge der Altersnachfolge

Pleißental-Klinik GmbH; D-08412 Werdau [zur Ausschreibung]

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Facharzt für Neurologie (m/w) Allgemeinmediziner

Neurologisches Thearpiezentrum Gmundnerberg Altmünster; 4813 Altmünster [zur Ausschreibung]

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Fachärztin/-arzt für Chirurgie

Barmherzige Schwestern Ried; 4910 Ried im innkreis [zur Ausschreibung]

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Fachärzte/-innen an der Univ. Klinik für Chirurgie sowie an der Univ. Klinik für Radiologie

LKH Univ. Klinikum Graz; 8036 Graz [zur Ausschreibung]

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Fachärztin/-arzt für Innere Medizin (bevorzugt für Hämatologie und internistische Onkologie)

Barmherzige Schwestern Ried; 4910 Ried im Innkreis [zur Ausschreibung]

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Ärzte für Allgemeinmedizin / Abreitsmediziner mit Herz und Verstand

ASZ - Österreichs Erstes Zentrum für Prävention in der Arbeitswelt [zur Ausschreibung]

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