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Arzt & Manager

Prim. Univ.-Prof. Dr. Matthias Rab, FEBOPRAS, Vorstand der Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Klinikum Klagenfurt am Wörthersee, im Karriere-Porträt


„Die Anatomie als Basis ernst zu nehmen, ist das Rüstzeug für jeden guten Chirurgen.“ Prim. Univ.-Prof. Dr. Matthias Rab, FEBOPRAS, Vorstand der Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Klinikum Klagenfurt am Wörthersee. FOTO: zvg

?Wie beeinflussen die derzeitigen Rahmenbedingungen Ihre Arbeit im Spital?
Die größte Herausforderung ist es, das Fach überhaupt zu behaupten oder zu etablieren und stationär sowie ambulant Patienten nach bestem Wissen und Gewissen zu behandeln. In einer Zeit, in der viele Entscheidungsträger meinen, mit dem Sparstift und dem Gesundschrumpfen eine hochwertige Versorgung aufrechtzuerhalten, können wir uns glücklich schätzen, wenn es keine Betten- oder Leistungsreduktion gibt.

?Ist das Fach für den Nachwuchs noch attraktiv?
Für meine Jungärzte schon, denn sie lernen hier sehr genau, wo der Hebel angesetzt werden muss, um entsprechende Leistungskennzahlen vorzuweisen und die eigene Arbeit gut abzubilden. Es geht natürlich immer darum, möglichst hochqualitativ und komplikationsfrei zu arbeiten, aber auch darum, seine eigenen Leistungen transparent darzustellen. Ich ver­suche den Jungärzten immer zu erklären, dass auch Dokumentation kein Selbstzweck ist, sondern hier sehr viel bringen kann.
?Ein „guter Arzt“ zu sein reicht also nicht mehr?
Ich operierte sehr gerne und bin gerne beim Patienten, aber etwa die Hälfte meiner Tätigkeit als Vorstand einer Abteilung ist Managementarbeit. Die Zielgruppen sind hier nicht nur die Patienten, sondern der Träger oder andere Stakeholder. Wir werden hier von der KABEG sehr gut unterstützt, mit Trainings und Seminaren.

?Wo waren für Sie wichtige Wende­punkte in Ihrer Karriere?
Das waren drei Aspekte: die Entscheidung, mich im Studium anatomisch zu vertiefen, dann meine Zeit im AKH Wien, aber schlussendlich auch der Wendepunkt, das AKH nach elf Jahren wieder zu verlassen und mich weiterzuentwickeln. Für junge Ärzte ist es wichtig, von Vorbildern zu lernen, aber auch dann an einen Punkt zu kommen, an dem sie ihre eigenen Ideen und Konzepte umsetzen.

?Was raten Sie jungen Studierenden oder Absolventen des Faches?
Ich rate auf jeden Fall dazu, die Anatomie als Basis ernst zu nehmen und hier viel zu lernen. Das ist das Rüstzeug für jeden guten Chirurgen. Und wie bereits erwähnt: lernen von anderen, aber den Zeitpunkt erkennen, wann es notwendig ist, das Gelernte auch mit eigenen Ideen anzureichern und umzusetzen.

?Was bedeutet für Sie die Arbeit in einem Netzwerk wie dem VLKÖ?
Ich denke, dass man sich von diesen Treffen und Veranstaltungen sehr viel mitnehmen kann: einerseits die Kontakte zu Kollegen, aber auch das Abschauen, wie machen es andere, was kann man lernen und was möchte man auch nicht lernen und übernehmen. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen, aber nicht jedes Rad neu erfinden.


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