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Bilddatenaustausch zwischen den Krankenhäusern

Dem Verband leitender Krankenhausärzte (VLKÖ) ist es ein Anliegen, mit den Primarärzten einen kollegialen und berufsbezogen Dialog zu führen.


Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schima, MSc. Foto: zvg

Die Herausforderungen und Neuerungen, die im österreichischen Gesundheitssystem anstehen, werden als Anlass genommen, aus Sicht der leitenden Krankenhausärzte die Lage zu verändern. Aktuell im Fokus steht unter anderem das Thema des Bilddatenaustausches zwischen den Krankenhäusern. Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schima, MSc, Beirat im Verband leitender Krankenhausärzte und Vorstand der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Vinzenzgruppe Wien gibt Einblick in die Erfordernisse der leitenden Spitalsärzte für einen reibungslosen Patientenbehandlungsablauf.

Wo liegt konkret die Problematik im Bezug auf den Bilddatenaustausch?
Das ELGA-Gesundheitsdaten-System umfasst derzeit ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe aus Spitälern, Labor- und Radiologiebefunde aus ambulanten Spitalsbehandlungen sowie Medikationsdaten und ambulante Pflegeberichte. Bilddaten aus der Radiologie sind davon nicht erfasst. In der täglichen Arbeitspraxis hat das zur Folge, dass wir sehr viel Zeit verlieren und auch unnötig Kosten verursacht werden. Patienten lassen oft relevantes Bildmaterial anfertigen, wenn das aber in einer auswärtigen Ordination oder einem anderen Krankenhaus stattfindet, dann steht das einem Behandler meist nicht oder nicht zeitgerecht zur Verfügung.

Können diese Daten angefordert werden?
Natürlich, aber sie werden dann auf CD gebrannt und gelangen über den Postweg oder sogar mit dem Taxi zum Behandler. Das braucht Zeit und erfordert Ressourcen, die wir uns sparen könnten, wenn eine zeitgemäße Online-Datenübertragung stattfinden würde. Die wertvolle Zeit verlieren wir vor allem am Patienten und der adäquaten Behandlung. Geht es um Akutfälle, ist das ein nicht zu vertretender Zeit-, Kosten- und Qualitätsfaktor.

Gibt es aktuelle brauchbare Lösungen?
Es gibt einzelne Insellösungen, zu denen sich bestimmten Spitäler zusammengeschlossen haben, aber von einer flächendeckenden Vernetzung sind wir weit entfernt. In Zeiten moderner Informations- und Kommunikationstechnologie sollte es sollte es doch ganz einfach sein, Daten per Knopfdruck zu übermitteln.

Welche Rolle spielt der VLKÖ dabei?
In der Gesundheitspolitik ist das Bewusstsein aktuell nicht sehr ausgeprägt, dass es sich hier um ein wichtiges Thema handelt. Der Qualitätsverlust und die Doppelgleisigkeiten müssen von Medizinern aufgedeckt werden, die täglich damit konfrontiert sind, und Lösungen von der Politik eingefordert. Es braucht dringend eine bundesweite Regelung, für die sich der VLKÖ einsetzt. Die Pilotprojekte innerhalb von ELGA müssen stärker forciert werden.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich?
Es sind vor allem Fragen der EDV und des Datenschutzes zu klären. Letztere sind durch die Datenschutzgrundverordnung nicht leichter geworden. rh

Der VLKÖ

ist die Plattform leitender Ärzte im Gesundheitswesen. Sie hat engen Kontakt zu über 1.500 Ärzten in Führungspositionen und vertritt deren Anliegen und Interessen. Gesundheitspolitische Themen, mit denen sich Primarärzte im Berufsalltag konfrontiert sehen, werden diskutiert und sollen zu lösungsorientierten Verbesserungen führen. Die Mitglieder des VLKÖ verfügen über hohe fachliche Expertise hinsichtlich ihrer Organisation und über sehr gute Kenntnise des österreichischen Gesundheitswesens. Mit allen wichtigen medizinischen Fakultäten, Akademien und Gesundheitsinstitutionen wird eng kooperiert.
www.leitendekrankenhausaerzte.at


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