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Führung in der „VUKA-Welt“

Die VUKA-Welt ist längst Realität: Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität sind Rahmenbedingungen, die alle Organisationen beschäftigen. Das erfordert auch ein Umdenken in den Führungsetagen.


„Die Zukunft gehört Spitälern, die flexibel und in ihrem Wissensstand und Kompetenzniveau am Puls der Zeit geführt sind.“ Mag. Sonja Türk, Senior Consultant in der Personal- und Organisationsentwicklung bei Iventa. FOTO: Iventa

Mut zu Innovation, Kommunikation auf Augenhöhe und damit die Fähigkeit, die Organisation flexibel auf den Kundennutzen auszurichten, das ist das Führungsverständnis, das es braucht, um die Unplanbarkeit und Komplexität in der Arbeitswelt zu meistern, ist Mag. Sonja Türk, Senior Consultant in der Personal- und Organisationsentwicklung beim Personalberater Iventa überzeugt. Umgang mit Paradoxa, andere Sichtweisen und neue Zugänge sind erfolgskritische Dimensionen für Führung. „Treiber dieser VUKA-Welt sind die Digitalisierung und die Herausforderungen am Arbeitsmarkt, allen voran der Generationenwechsel. Das Agieren in einer unsicheren und unplanbaren Komplexitätslandschaft erfordert ein neuartiges Verständnis von Organisation und Führung“, so Türk.

Digitale Information    

Die Zukunft gehört jenen Unternehmen, die flexibel und in ihrem Wissensstand und Kompetenzniveau am Puls der Zeit geführt sind. „Das gilt auch für Spitäler, die sich rasch anpassen und entwickeln müssen“, ist Türk überzeugt. Heute muss schneller mit Patienten und allen Beteiligten im Behandlungsprozess kommuniziert werden. „Steuern in einer unsteuerbaren Welt“ ist an sich schon anspruchsvoll. Zudem gilt es noch, widersprüchliche und stets steigende Interessen der Mitarbeiter, der Öffentlichkeit oder des Topmanagements auszubalancieren. Leadership steht vor hohen Anforderungen im Sinne von Effizienz, Effektivität und Geschwindigkeit, ohne dabei das Kerngeschäft – die Patientenbehandlung – zu vernachlässigen oder einzuschränken.
Ein Treiber ist die Digitalisierung – sie trifft alle Branchen und viele Organisationsbereiche. Führung braucht daher Mut zu Innovation, um den sogenannten MTP (Massive Transformation Purpose) zu entwickeln. Innovation muss einen Mehrwert bringen, für die Menschen und die Organisation.

Verantwortung teilen

Neue Formen der Zusammenarbeit finden bereichs- und unternehmensübergreifend statt. Die Unternehmensgrenzen zwischen dem Innen und Außen verschwimmen und erfordern daher neue Strukturen in der Organisation und ein neues Führungsverhalten. „Neue Sichtweisen und innovative Zugänge, Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen sowie Eigenverantwortung und Kommunikation auf Augenhöhe prägen den Führungsalltag“, erklärt Sonja Türk den Anspruch an Führung heute. Experten benötigen Managementqualitäten und häufig interkulturelle Kompetenzen in der Zusammenarbeit. Um die Geschwindigkeit zu bewältigen, ist in selbstorganisierten Teams die Kommunikation eng getaktet, Entscheidungen werden in einem definierten Rahmen von den Teammitgliedern selbst getroffen und klare Strukturen geben Orientierung. Im Fokus stehen die Kundenbedürfnisse, die in regelmäßige Feedbackschleifen einbezogen werden. Einfluss nehmen, fordern und fördern, Potenziale erkennen, richtig einsetzen und Teams zu einer gemeinsamen Leistung bringen – so kann wirksame Führung heute aussehen. Türk ist davon überzeugt, dass eine konstruktive Konfliktkultur integrativer Bestandteil moderner Führungsarbeit ist. In diesem Führungsverständnis liege auch die Bereitschaft, Spannungen auszuhalten und Entscheidungen mitzutragen, die möglicherweise gegen Widerstand, aber im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung umzusetzen sind.

In Bewegung bleiben

Flache Hierarchien, Transparenz und Lösungen mit Fokus auf dem Patientennutzen sind ein Mindset, das Bewegung in Organisationen bringt. „Dazu braucht es Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen und Anpassungsfähigkeit. Die Unternehmensleitungen erkennen, dass Kennzahlen als Zielgrößen nur bedingt Verhalten steuern und investieren verstärkt in diese Gestaltung von Führungs- und Unternehmenskultur“, erklärt Türk die zunehmende Nachfrage nach Führungsentwicklung gekoppelt mit Organisationsentwicklung. „Führung begreift sich in diesem Verständnis als Dienstleister an der Organisation und Mitgestalter in der Unternehmensentwicklung“, so die Expertin weiter. Ihre Erfahrung zeigt, dass im täglichen Führungsalltag stärker eine ganze Bandbreite an Kompetenzen gefragt ist, das heißt, von der ständigen Kommunikation in der Mitarbeiterführung bis zu strategisch-konzeptionellem Denken und Handeln in der Arbeit der Organisationsentwicklung. rh
www.iventa.eu

Führung in der VUKA-Welt

•    Mut zu Innovation – Umgang mit Unsicherheit & Komplexität
•    Dienstleistung an der Organisation – Menschen fordern und fördern
•    Geteilte Verantwortung, Feedback, Vertrauen und Transparenz
•    Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen und rasches Umdenken


ABTEILUNGSVORSTAND (M/W)

Evangelisches Krankenhaus Wien [zur Ausschreibung]

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FACHÄRZTIN BZW. FACHARZT FÜR ANÄSTHESIOLOGIE UND INTENSIVMEDIZIN

AUVA Landesstelle Graz [zur Ausschreibung]

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LEITENDER ARZT FÜR INNERE MEDIZIN, RHEUMATOLOGIE, PHYSIKALISCHE MEDIZIN

Züricher RehaZentrum Wald [zur Ausschreibung]

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ÄRZTIN/ARZT FÜR ALLGEMEINMEDIZIN BZW. FACHÄRZTIN/FACHARZT 

Vivea Gesundheitshotels [zur Ausschreibung]

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LEITENDE/N ÄRZTIN/ARZT 100%

Spitalzentrum Oberwalls [zur Ausschreibung]

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ÄRZTINNEN/ÄRZTE FÜR ALLGEMEINMEDIZIN BZW. INTERNISTINNEN/INTERNISTEN

kfa / Sanatorium Hera [zur Ausschreibung]

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Kooperationspartner