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#wirsinddiezukunft: Leadership in der Medizin

Leadership in der Medizin war das Thema der mittlerweile dritten Konferenz von #wirsinddiezukunft, einer von der Bundeskurie angestellte Ärzte der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) ins Leben gerufenen Initiative für den Nachwuchs in der Medizin.


FOTO: istockphoto/ Cecilie Arcurs

Einig waren sich die Teilnehmer rasch, dass das Gesundheitswesen und die Medizin immer komplexer werden und Führung unter solchen Voraussetzungen auch immer anspruchsvoller wird. Die aktuellen Herausforderungen wie demografische Veränderungen, Ärztemangel durch bevorstehende Pensionierungswellen oder Anforderungen an die Work-Life-Balance einer neuen Generation sind nicht neu. „Österreich wird in Studien immer ein gutes Zeugnis ausgestellt, doch wir haben grobe Mängel, was den Outcome betrifft. Wir investieren viel, aber die gesunden Lebensjahre der Bevölkerung werden nicht im entsprechenden Ausmaß mehr“, fasst Dr. Pamela Rendi-Wagner, Bundesministerin für Gesundheit und Frauen, in ihrer Auftaktrede zusammen. Eine zentrale Rolle haben nach Ansicht der Ministerin die Beschäftigten im System: „Da müssen wir fragen, was die Menschen, die hier arbeiten, benötigen. Wir brauchen attraktive Rahmenbedingungen. Wir brauchen mehr Praxisnähe in der Ausbildung wie zum Beispiel in der Lehrpraxis. Die Ausbildungsreform ist hier ein erster wichtiger Schritt gewesen, jetzt muss es aber weitergehen.“ Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, warnte davor, das Gesundheitssystem schlechtzureden und fordert stattdessen eine realistische Auseinandersetzung mit vorhandenen Schwierigkeiten. An die jungen Ärzte richtete er sich mit den Worten: „Sie sind diejenigen, die uns irgendwann behandeln werden und deshalb sind sie besonders wichtig.“ Dr. Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Obmann der Bundeskurie angestellte Ärzte, bezeichnete den ungesteuerten Zugang zum Gesundheitssystem als eines der großen Probleme in der adäquaten Versorgung und Ressourcenverteilung.

Kultur des Fragens und Zuhörens
„Die drei wichtigsten Faktoren rund um professionelles Leadership sind Teamwork, Motivation und Kommunikation. Bereits als junge Ärzte sind wir im weitesten Sinne Clinical Leader und lernen von Anfang an Entscheidungen zu treffen“, sagte Dr. Karlheinz Kornhäusl, stellvertretender Obmann der Bundeskurie angestellte Ärzte und Obmann der Bundessektion Turnusärzte. Der Turnusärzte-Vertreter betonte die Wichtigkeit einer neuen Kultur des Fragens und Zuhörens in der Ausbildung: „Ausbildung muss den Stellenwert bekommen, den sie verdient. Starkes Leadership bedeutet Training, Training, Training und ermutigt sowohl die Mitarbeiter als auch die Patienten Fragen zu stellen.“
Dr. Alexandra Kautzky-Willer, Professorin für Gender Medicine der Medizinischen Universität Wien, brachte wissenschaftliche Aspekte in die Diskussion rund um Leadership ein. Der Anteil an kinderlosen Professorinnen sei mit mehr als 40 Prozent hoch und vor allem deutlich höher als in anderen EU-Staaten. Kautzky-Willer sieht die Notwendigkeit von familienfreundlicheren Bedingungen in der Wissenschaft, um die Herausforderungen der Work-Life-Balance für Ärztinnen und Mütter in Führungspositionen besser zu meistern.


diverse Ausschreibungen Arzt/Ärztin sowie Facharzt/-ärztin

GESPAG; Krankenhaus Steyr; 4400 Steyr [zur Ausschreibung]

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FA für Kinder- und Jugendheilkunde

Sozialmedizinisches Zentrum Süd Kaiser Franz Josef Spital mit Gottfried von Preyerschen Kinderspital Abt. für Kinder- und Jugendheilkunde; 1100 Wien [zur Ausschreibung]

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diverse Ausschreibungen Arzt sowie Assistenzarzt und FA

Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs; 3920 Groß Gerungs [zur Ausschreibung]

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Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin_Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin / Neurologie / Pneumologie

Rehaklinik Enns; 4470 Enns [zur Ausschreibung]

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Arzt für Allgemeinmedizin (m/w) als Flugmedizinischen Sachverständigen der Luftfahrtbehörde

AUSTRO CONTROL; 1220 Wien [zur Ausschreibung]

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