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Wissen wirkt

Ein frei zugänglicher Online-Kurs hilft Betroffenen und Angehörigen, die Wechselwirkungen zwischen Psyche und Rheuma zu verstehen.


Prim. Prof. Priv.-Doz. Dr. Michael Bach. Foto: Selpers

Der kostenlose Online-Kurs „Psyche und Rheuma“ befasst sich mit dem Zusammenspiel von Psyche und Rheuma und gibt nützliche Hinweise zum Umgang mit der Diagnose und erklärt, wie die rheumatische Erkrankung das Selbstbild beeinflussen kann. Darüber hinaus lernen Betroffene und ihre Angehörigen alles Wichtige über den Zusammenhang von Depression und rheumatoider Arthritis. Der Kurs ist Teil der Kursreihe „Leben mit Rheumatoider Arthritis“, die für Betroffene und Angehörige ein Plus an Wissen und Information für mehr Lebensqualität bietet. Er wurde 2018 mit dem Patientenpreis der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation prämiert.

Der Kurs wurde gemeinsam mit Fachärzten und Betroffenen entwickelt. Einer dieser Experten ist Prim. Prof. Priv.-Doz. Dr. Michael Bach, Ärztlicher Leiter des Therapiezentrums Justuspark, das zu den modernsten Einrichtungen für Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen in Europa zählt. „Wir wissen heute, dass sehr starke emotionale Belastungen einen großen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben“, bestätigt Bach. Damit sich aus diesem Zusammenhang aber keine Abwärtsspirale entwickelt, stellt er gemeinsam mit
selpers, der Online-Plattform für chronisch Kranke und Angehörige, in mehreren Kurslektionen Strategien und Übungen vor, die Patienten unterstützen, besser mit ihrer Krankheit umzugehen.

Der Online-Kurs ist kostenlos und ohne Registrierung auf selpers.com/kurs/rheumatoide-arthritis-und-psyche zugänglich.

Nachgefragt bei ...

… Prim. Prof. Priv.-Doz. Dr. Michael Bach, Ärztlicher Leiter des Therapiezentrums Justuspark

Wie ist das Angebot aufgebaut?
Es gibt Lehrvideos zu unterschiedlichen Themen, die jeweils mehrere Minuten dauern. Dazu gibt es ergänzend Übungsvideos, in denen erlernbare Techniken zur Beeinflussung von Schmerzen gezeigt werden, wie zum Beispiel Atemtechniken, Imagination, kognitive Umstrukturierung. Dazu gibt es ergänzend Texte auf der Homepage zum Nachlesen der Videoinhalte.

Wie können diese Online-Kurse das Arztangebot unterstützen?
Die wesentlichen Vorteile sind ein besseres Krankheitsverständnis im Sinne von mehr Wissen, dem Erlernen von Techniken zur Beeinflussung von Schmerz und dadurch bessere Schmerzbewältigung, also mehr Können. Schließlich wollen wir damit auch zu einer Entstigmatisierung und Enttabuisierung von
psychischen Vorgängen bei chronischen Erkrankungen beitragen und Aufklärungsarbeit leisten.

Braucht es nicht gerade für emotionale Themen auch den direkten persönlichen Kontakt?

Ja. Lehrvideos können eine direkte therapeutische Begegnung nicht ersetzen, aber sie können diese ergänzen, unterstützen, motivieren und vielleicht Schwellenängste abbauen, sich auch heiklen oder schwierigen Themen zu stellen und damit eine nachhaltige Besserung der Krankheitsbewältigung zu erreichen.


FACHARZT/FACHÄRZTIN FÜR KÜNFTIGE/R LEITER/IN DES INSTITUTES - ABTEILUNGSVORSTAND

Evangelisches Krankenhaus Wien gemeinnützige BetriebsgesmbH [zur Ausschreibung]

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ÄRZTLICHE LEITUNG ARBEITSMEDIZIN

AMD Salzburg [zur Ausschreibung]

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ARZT/ÄRZTIN FÜR ARBEITSMEDIZIN

voestalpine Personal Services [zur Ausschreibung]

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STV. CHEFÄRZTIN/STV. CHEFARZT (W/M/D)

Psychiatrische Dienste Graubünden [zur Ausschreibung]

 

 

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